tool4spirit und die Kommunikation

Der Briefwechsel,
eine edle Form der Kommunikation

Liebe Freunde,

wenn Briefe schreiben als altmodisch betrachtet wird, sind wir bei tool4spirit altmodisch! Kommunikation kann nicht bedeuten, eine SMS oder ein paar Wörter per e-Mail zu senden. Das Faszinierende bei einer Korrespondenz ist, seine Gefühle in einer eigenen Form darzustellen. Zu beschreiben, was uns betroffen macht. Liebe oder auch Hass zu vermitteln, aber das immer in einer subtilen Form. Wer einen Brief schreibt, überlegt sich genau, was er sagt. Er will in der Regel eine Wirkung erzielen, eine Antwort auf offene Fragen bekommen und Anerkennung ernten. Nicht ohne Grund haben die großen Schriftsteller fast immer ihre Korrespondenz publiziert. Sie ist die ideale Ergänzung zu ihrem Werk und ein Spiegelbild ihrer inneren Persönlichkeit. Die Praxis zeigt, dass sich Menschen, die sich regelmäßig schreiben, näher kommen. In der Tat ist es sehr schwierig, sich auf dem Papier zu tarnen. Der Verstand kann zwar einiges regulieren, aber bei Weitem nicht alles. Hier bekommen die Zwischentöne ihre wahre Bedeutung und sie sind sehr oft wichtiger als das Geschriebene. Das ist wie im wahren Leben.

Auch im Beruflichen ist ein Briefwechsel mehr als wichtig. Er fasst verbale Gedanken zusammen, bestätigt Abmachungen, die getroffen worden sind und thematisiert zukunftsträchtige Ideen. Was zuerst in einem Dialog ersichtlich erscheint, kann durchaus auf dem Papier wieder in Frage gestellt werden. Warum? Weil der Schreiber sich die Zeit nimmt, alle Parameter neu zu analysieren. Er weiß, dass ein ausführlicher Brief verbindlicher sein kann, als eine kurze Mitteilung. Es steht außer Frage, dass sich jeder damit festlegt. Es kommt daher sehr darauf an, wie formuliert wird. Das birgt sicherlich einige Risiken, aber die Vorteile sind überragend. Durch eine regelmäßige Korrespondenz lassen sich Konflikte vermeiden und wer sich besser kennt, neigt primär nicht dazu, den Partner über den Tisch zu ziehen. Und wenn ja, ist es viel schwieriger! Das Geschriebene ist erbarmungslos, wenn es um Aufrichtigkeit geht.

Wir haben uns deshalb entschlossen, das Medium „Korrespondenz“ auf unserer Kwalae-Seite wieder aufleben lassen. Petra M. Jansen und Pierre Mathias werden in sehr regelmäßigen Abständen ihre Gedanken austauschen. Das Schöne dabei: sie müssen sich thematisch nicht einschränken. Dennoch werden die Politik, das Soziale, die Kultur und vor allem die menschlichen Beziehungen – mit Hilfe des Erlebten – im Mittelpunkt stehen. Die Aktualität wird dabei helfen, Themen zu erfassen, die auch persönlich von Bedeutung sind – also eine feine Mischung aus Öffentlichem und Privatem.

Dieser Briefwechsel soll durchaus als Anregung verstanden werden, sich einzuklinken. Wir haben es satt, uns nur mit Unverbindlichem zu konfrontieren. Die Suche nach einer engeren Form des Dialogs schwebt uns vor und wir wollen euch damit anregen, eure Meinung frei zu verkünden und euch vom Joch der Konventionen zu befreien. Wenn der Gedankenfluss ins Stocken gerät, wird es gefährlich.
Werden Konflikte nicht aus Kommunikationsmangel ausgetragen? Alleine mit der SMS kann nicht geholfen werden, in ihrer Kürze kann sie durchaus zu Missverständnissen führen, die fatale Auswirkungen haben. Was man heute unter Kommunikation versteht, ist eine ständige Präsenz auf Facebook zum Beispiel. Aber was nützt das, wenn der Inhalt der Mitteilungen dürftig ist? Zugegeben, auch Briefe können banal sein, aber daran arbeiten wir, es anders zu gestalten. Sicherlich ein Lernprozess, aber wie spannend! Die Zeit, die dafür verwendet wird, ist nicht zu schade – im Gegenteil!

Im diesen Sinn

Eure Spirit-Tooler

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