Bavarian Metalheadz Festival 2013

Bavarian Metalheadz Festival 2013

Interview mit „Animal“/ Benjamin Schweizer mit Petra M. Jansen auf dem Metalheadz Open Air Festival auf Gut Dettenhart im bayerischen Schwenningen.

Animal, wir stehen hier heute auf dem Metalheadz Open Air, dass von euch jedes Jahr im Mai veranstaltet wird. Das wievielte Festival ist das jetzt?
Dieses hier, also 2013, ist unser drittes Open Air Festival, das wir organisiert und durchgezogen haben.

Wer steht hinter der Planung und was ist der Beweggrund dafür, solch ein Heavy Metal Event zu organisieren?
Die Planung macht die Vorstandsschaft des Vereines, es sind acht Mann, die daran beteiligt sind. Ziel all unserer Aktivitäten ist die lokale, wie auch eine überregionale Förderung und auch der Erhalt der Heavy Metal Szene in Bayern.

Welche Bands sind im Laufe der Jahre beim Metalheadz Open Air Festival aufgetreten und welche Kriterien gibt es bei der Auswahl?
Ach, da waren schon einige bei uns. Um mal ein paar Namen zu nennen: National Suicide, Warrant aus Deutschland, international war es u.a. Elm Street aus Australien, Diabolos Dust, Sacred Steel, Metal Witch aus Deutschland, Wicca, Screamer und RAM aus Schweden, VANDERBUYST aus den Niederlanden und viele mehr. Wir lehnen uns an den 80er Jahre Metal an, gehen in die Richtung musikalischen Underground, Old School Metal, auch Trash und Death Core. Eigentlich orientieren wir uns an der älteren Schiene der 80er und unterstützen die Bands, die damals vielleicht nicht so die großen Erfolge hatten, wie auch SCARLATYNA. Bands mit großem musikalischem Ausdruck, die es nie wirklich an die Spitze geschafft haben, die aber einfach unglaublich gut sind.

Als Veranstalter steht der Verein „Bavarian Metalheadz HMF e.V. dahinter. Was ist Ziel des Vereins?
Wie ich schon sagte, Ziel all unserer Vereinsaktivitäten ist die lokale, wie auch überregionale Förderung und auch der Erhalt der Heavy Metal Szene in Bayern. Dies geschieht hauptsächlich durch die Organisation von Veranstaltungen (Partys/Konzerte/Festivals), bei denen die Gäste die Möglichkeit haben, Auftritte von Bands zu erleben, die selten oder nie in Bayern spielen. Oder auch durch lokale Acts und Gigs vor Publikum zu ermöglichen, sowie die Möglichkeit für alle Interessierten, neue Kontakte innerhalb der Szene zu knüpfen.

Gibt es noch andere Veranstaltungen, die ihr organisiert und durchführt? Ich glaube, es gibt zweimal im Jahr die Metal Attack Partys. Erzähle uns ein bisschen darüber, Animal.
Ja, wir veranstalten einmal im Jahr – immer im Mai – das Metalheadz Open Air und zwei bis drei Mal die Metal Attack Partys mit jeweils drei bis vier Bands. Als coole Location dient uns hier ein 35 Jahre alter Lokschuppen. Interessant ist, dass wir humane Preise haben und nicht mehr als 3.- Euro pro Band nehmen. Wir wollen einfach, dass hier musikalisch was los ist.

Wie zufrieden bist du mit der Resonanz und der Besucherzahl des Festivals?
Die Resonanz war in diesem Jahr recht gut. Die Leute hatten Spaß, alle waren sehr freundlich und es herrschte ein respektvoller Umgang, worauf wir sehr großen Wert legen. Das ist es, was wir wollen, Petra.

Dieses Jahr fand das Metalheadz Open Air auf Gut Dettenhart im bayerischen Schwennigen statt. Weit und breit kein Haus, keine störenden Nachbarn, viel Platz zum Zelten und für die Musik. Inwieweit bekommt ihr Unterstützung, dieses weitläufige Gelände zu nutzen und warum seid ihr von Schloss Scherneck hierher umgezogen?
Wir sind umgezogen, weil wir eine Gebäude- oder Location-Zusage brauchten und diese Bestätigung fehlte uns und bei unserem alten Veranstaltungsort. Wir brauchten eine klare Genehmigung, um dieses Open Air an den Start zu bringen und hier haben wie sie erhalten. Unterstützung bekommen wir insoweit, dass wir dieses Gelände vom Bauern hier nutzen dürfen, aber natürlich eine anschließende Boden-Nachbearbeitung durchführen müssen.

Ein Verein arbeitet gemeinnützig, Animal. Was macht ihr mit den Überschüssen oder Gewinnen aus den Festivals?
Bisher gab es keine Überschüsse und wenn das der Fall sein sollte, investieren wir es wieder in die Bands und in die Musik.

Metalheadz Open Air und der Verein Bavarian Metalheadz BMF e.V. stehen für die Erhaltung und Förderung des Heavy Metal, speziell in Bayern. Was sind eure Pläne, soll hier ein zweites WACKEN entstehen?
Auf keinen Fall! Wir wollen auf keinen Fall ein zweites WACKEN! Das Metalheadz Open Air soll ein kleines, überschaubares Festival bleiben und wir haben unseren Ticketverkauf begrenzt. Wir wollen den Metal Underground fördern oder jungen, unbekannten Newcomern die Tür öffnen. Es soll überschaubar und familiär bleiben, Fans und Bands auf Tuchfühlung.

Wie kommt das Festival bei der Bevölkerung an? Wie ist die Struktur eures Publikums?
Die Leute hier lassen uns machen und finden es gut. Das Publikum hat keine Altersbegrenzung und du findest hier von alt bis jung alles, was an guter Musik interessiert ist. Schau dich um, Petra!

Was habt ihr unternommen, um mit diesem Festival junge Menschen anzusprechen?
Wir brauchten sie nicht gesondert anzusprechen, bisher hatten wir es nicht nötig, junges Publikum direkt anzusprechen. Der Schnitt liegt hier bei etwa 30 Jahren. Wir selbst sind alle mit dem Heavy Metal aufgewachsen und die jungen Leute hier lieben diese Musikrichtung genauso wie wir. Es spricht sich rum.

Im konservativen Bayern ist so ein Heavy Metal Festival ein Gegensatz. Ist das Open Air Festival bereits etabliert oder eher revolutionär angesiedelt?
Es geht in die Richtung der Rebellion, eine eher revolutionäre Sache. Der Gegensatz zu der typisch deutschen, ländlichen Idylle ist der Metal. Wir setzen hiermit auch ein klares Signal gegen Mainstream und die Hip Hop- Clubhouse-Gesellschaft.

Welche Ideologie kommt zum Ausdruck, was ist Euer Leitsatz?
Bei uns gibt es nur eine Ideologie: VON Fans FÜR Fans!

Animal, ich bedanke mich bei Dir für dieses Interview und wünsche Dir, dem Verein, der gesamten freiwilligen Crew sowie den Musikern und Fans weiterhin viel Spaß und Erfolg.

© Petra M. Jansen
www.tool4spirit.de

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