Blick in der „Küche“ eines Malers: Bernard Boissel

Der Brief von tool4spirit

Blick in der „Küche“ eines Malers: Bernard Boissel

Liebe Freunde,

keinem von uns ist eine Koch-Show im Fernsehen entgangen, auf allen Kanälen werden Rezepte verraten und vor der Kamera gezeigt, wie sie zu verwirklichen sind. Schön und gut, aber wir wetten, dass sie niemals genauso gut schmecken werden, wie im Restaurant des Meisters. Das Geheimnis: die Kunst kann sich nicht wiederholen, sie ist eng mit der Persönlichkeit des Schöpfers verbunden und die Individualität spielt dabei die erste Rolle. Das gilt nicht nur in der Küche sondern auch in allen Sparten der Kreativität, bestes Beispiel dafür ist der französische Maler Bernard Boissel. Wenn er mit einem Pinsel die Farbe auf die Leinwand aufträgt, ist dieser Vorgang eng mit seiner Art sich zu bewegen verbunden. Nur er kann sie beherrschen, es ist ihm angeboren.
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Interview mit Bernard Boissel

Der Maler Bernard Boissel zum Begriff Abstraktion

Bernard BoisselBernard Boissel ist 1947 in Neuilly sur Seine bei Paris geboren. Er lebte 12 Jahre in der französischen Hauptstadt, dann in Dijon, wo er an der École Nationale de Beaux-Arts Bildende Kunst studierte. 1969 verließ er Frankreich, um nach München zu kommen und dort an der Kunstakademie zu studieren.
In München hat er in den größten Einrichtungen der Landeshauptstadt ausgestellt: im Deutschen Museum, in der Rathaushalle, im Haus der Kunst, im Institut Français. Des Weiteren in Darmstadt, Düsseldorf, Nürnberg, Bad Oeynhausen, Ulm, Gauting.

Pierre Mathias:
Wie spiegelt sich der Alltag in Ihren Bildern wider?

Bernard Boissel:
   Nicht so einfach, eine Antwort darauf zu finden. Der Künstler ist ein fester Teil der Gesellschaft. Er versucht alles, was man über die Medien übermittelt bekommt, auf seine Weise umzusetzen. Und das auf eine bewusste oder unbewusste Art. So entstehen meine abstrakten Bilder. Continue reading