Interview mit der HEAVY METAL Band MESMERIZED

Interview mit der HEAVY METAL Band MESMERIZED (Armin Leadvocals, Sebastian Vocals/ Guitar, Patrick Guitar, Chris Drums, Max Bass)

geführt von Petra M. Jansen

Woher kommt Ihr, seit wann gibt es euch und wie ist die Band MESMERIZED entstanden?

   Wir kommen aus Kassel und es gibt uns jetzt seit 10 Jahren, aber da war ich (Armin) noch nicht dabei, Chris ist noch eines der alten Gründungsmitglieder. Wir sind aus einer anderen Band hervorgegangen, die damals noch „Perception“ hieß. Nun, wir hatten unseren Sänger rausgeschmissen, weil der irgendwie komisch klang und gingen dann erst mal auf Suche nach einem neuen, der eigentlich gar nicht singen wollte, nämlich den Armin. Er war vorher auch bei einer anderen Band namens „Firestorm“, den mussten wir also erst einmal da raus holen.
Weil wir so ein bisschen auf Progmetal stehen, wollten wir – so ganz grob – in die Richtung DREAM THEATER minus 45.000 Talentpunkte :). Wir hatten ursprünglich auch noch einen zweiten Gitarristen, der auch Keyboard spielen sollte und waren am Anfang deutlich melodischer, deutlich „prog-iger“, was irgendwie auch gut war. Das hört man auch noch sehr gut auf unserer ersten Demo. Man hört aber auch, dass wir uns stilistisch extrem weiterentwickelt haben. Gleich am Anfang haben wir also dann also unser Demo gemacht, mit Armin am Gesang. Interessant ist auch, dass wir nur zwei Proben hatten und gleich danach einen gemeinsamen Auftritt, das war sehr toll…tolle Vorbereitung (Armin lacht), aber es hat sehr gut geklappt. Danach haben wir 2006 unsere Demo „Feel the subconcious“ aufgenommen.

Ihr wolltet also in Richtung DREAM THEATER und Progressive, seid ihr dem treu geblieben? Continue reading

Eisenwahn Festival 2013

Eisenwahn Festival 2013

Ein Bericht von Petra M. Jansen
 

Eisenwahnfestival 2013

„Ohne Eisenwahn hat das Leben keinen Sinn“, lautete das Motto einer Fangruppe, die sich diesen Slogan auf die T-Shirts haben drucken lassen. Was aus einer Schnapslaune heraus von Johannes Laudenbach (Laudi) und Karl Dill vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde, knackte beim letzten Festival die 3.000er-Besuchermarke. Die beiden Veranstalter haben es geschafft, die ganz Großen des Musikbusiness auf die Cross-Strecke des Sinntaler Motocross-Clubs zu holen und das Eisenwahn Festival so weit zu etablieren, dass Schwermetaller, wie z.B. Katalysm, Sepultura, Napalm Death dort aufgetreten sind. Ein gemütliches Metal-Festival inmitten des Rhön-Spessart-Grenzgebietes, über das Bobby Ellsworth, Sänger der US-Trasher OVERKILL treffend sagte „not too big, not too small.“

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Wenn der Heavy Metal nicht bald neue Wege geht…

Wenn der Heavy Metal nicht bald neue Wege geht, klingt Eins wie der Abklatsch des Anderen. Es wurde ja schon versucht, Klassikelemente mit einzubringen und weibliche Opernstimmen oder das Gegrunze mit dem Namen "growling" – aber der ganze Thrash-Kram klingt für mich ab und an manchmal tatsächlich wie in die Tonne gekloppt. Auch diese schlechten Kopien großer Metal-Bands sind nicht wirklich überzeugend. Zwar manchmal gut und professionell eingespielt, aber ich vermisse in diesem Genre die Kreativität, neue Elemente (wie sehr gut umgesetzt bei Bands wie Whispered oder die orientalischen Einflüsse bei der German Prog-Rock Band Long Distance Calling oder auch FuXi (Metal from China). Continue reading

Interview mit Guido Stöcker – „Bodyguerra“

Interview mit Guido Stöcker von der Rockband „Bodyguerra“ (Vocals Daniel Seebass, Drums Hermann Focke, Guitar Guido Stöcker, Bass Nils Mittelhauve)

von Petra M. Jansen

GuidoStöckerGuido, ihr habt mit eurem Konzeptalbum „Freddy…nothing as it seems“ eine satte Rockscheibe mit Einflüssen der 70/80er hingelegt und derzeit großen Erfolg damit. Erzähle mal, wie es zu der Idee kam, ein Rock-Konzeptalbum auf den Markt zu bringen? Wie kam das zustande und warum „Konzept“?

   Die Idee zu dem Konzept kam von Daniel, unserem Goldkehlchen. Daniel und ich kennen uns seit unseren Schultagen. Wir spielten zusammen in unserer ersten Band „Rising“. Nach der Schulzeit hatten wir uns aus den Augen verloren, trafen uns Jahre später wieder und bemerkten, dass wir musikalisch und auch persönlich immer noch ein blindes Verständnis zueinander haben. Ich hatte so viele Songideen auf Halde liegen, dass ich ihn gefragt habe, ob er nicht ein paar Lyrics verfassen könnte. Er begann mit der Arbeit, meldete sich kurze Zeit später und sagte, er sei so angetan von den Songideen und er hätte seit einiger Zeit ein Konzept im Kopf, das er unbedingt umsetzen möchte. Continue reading

Heavy Metal

Heavy Metal

Interview mit Petra M.Jansen
Petra M.Jansen
Ist Heavy Metal für dich persönlich Ausdruck einer gewissen Revolte oder nicht?

   Für mich ist Heavy Metal die vollkommenste Bescherung in seiner besten Form, ein Lebensgefühl, eine gemeinsame Weltsprache derer, die abseits von mainstream und Einheitskacke durchs Leben gehen. Die Metal Bewegung ist nach außen recht isoliert, eine Akzeptanz in der Szene wird durch Wissen erlangt. „Trueness“ will verdient werden und wird durch Styling und Kleidung unterstrichen. Reiner Kommerz wird verpönt, die Jugendkultur ist für den wahren Metaller ein Ort der Rebellion und Auflehnung als Generationskonflikt. In der Tat etabliert sich die Metal Szene durch ihre Ablehnung der Gesellschaft ihnen gegenüber. Ich bin in der Metal Szene zu Hause seit ihrem Beginn, als etwa ´69 Black Sabbath die ersten Alben verkaufte und die Hard Rock Musik noch einen Tick härter wurde. Continue reading